Verhindern der Schiffsrumpf-Korrosion mit ICCP-Systemen

Obwohl moderne Rumpfbeschichtungen einen gewissen Schutz gegen Korrosion darstellen, bieten sie nur in den seltensten Fällen eine Komplettlösung. Aus diesem Grund entscheiden sich die meisten Schiffsbetreiber dazu, ihre Schiffe mit einem speziell für diesen Zweck entwickelten kathodischen Fremdstrom-Korrosionsschutzsystem (engl.: impressed current cathodic protection system - ICCP-System) auszustatten.

Dabei werden am Schiffsrumpf Anoden und Referenzzellen angebracht und an eine (oder mehrere) Schalttafel(n) angeschlossen, womit das System einen stärkeren externen Strom aufbaut, der die natürliche elektro-chemische Aktivität auf der nassen Oberfläche des Schiffskörpers unterdrückt.

Dadurch wird die Bildung von aggressiven Korrosionszellen auf der Plattenoberfläche eliminiert. Damit werden Probleme vermieden, die entstehen, wenn unterschiedliche Metalle durch Schweißen miteinander verbunden oder durch andere Komponenten wie Propeller einander nahe gebracht werden.

Ein wesentliches Merkmal der ICCP-Systeme ist, dass diese ständig das elektrische Potential an der Schnittstelle Meerwasser/Schiffsrumpf überwachen und den Output der Anoden präzise darauf einstellen. Daher ist das System viel wirksamer und zuverlässiger als Opferanodensysteme, deren Schutzgrad unbekannt und unkontrollierbar ist.

Durch die Installation eines C-Schild-Systems können die Schiffsbetreiber signifikante Einsparungen bei den Kosten der Schiffsrumpf-Wartung erzielen und gleichzeitig Treibstoffkosten reduzieren, da die Oberfläche des Schiffskörpers glatt bleibt. Darüber hinaus schützt das System die Investition des Schiffseigners auch in der Zukunft und garantiert größere Sicherheit, da die Integrität des Schiffskörpers gestärkt wird.